Wasserverband Südharz

Presseerklärung Februar 2012

Sangerhausen, den 15.02.2012

Am 15.02.2012 führten die Verbandsmitglieder des Trinkwasserzweckverbandes „Südharz“ ein Arbeitsgespräch zur mittel- bis langfristigen Ausrichtung der Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet durch.

Im Rahmen dieses Gespräches verständigten sich die Verbandsmitglieder zur „Verordnung über die Erhebung eines Entgelts für die Entnahme von Wasser aus Gewässern für das Land Sachsen-Anhalt (Wasserentnahmeentgeltverordnung für das Land Sachsen-Anhalt – WasEE-VO LSA)“  und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen auf die Ende des Jahres 2012 neu zu kalkulierende Trinkwassergebühr. Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand wird die Umsetzung der Verordnung zu einer Mehrbelastung von mindestens 7 Cent je m³ Trinkwasser führen.

Weiterhin verschafften sich die Mitglieder der Verbandsversammlung einen Überblick über die Auswirkungen der Änderung der Trinkwasserverordnung und der dazu vom Landkreis ergangenen Verfügungen. Hierbei wurde eingeschätzt, dass die sachliche Abarbeitungsreihenfolge eingehalten wurde und über die weitere Entwicklung die Verbandsversammlung fortlaufend zu unterrichten ist.

Hauptschwerpunkt der Arbeitsberatung stellte die technisch technologische Ausrichtung der Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet dar. Dabei wurden alle Versorgungsgebiete ausführlich vom Technischen Leiter, Herrn Steckel, vorgestellt und ggfs. notwendige Maßnahmen für die mittel- und langfristige Planung dargelegt.

Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass es im Verbandsgebiet aufgrund des demografischen Faktors und der historisch vorhandenen Gewinnungsanlagen auch zukünftig kleine bis Kleinstversorgungsgebiete geben wird, die technologisch und wirtschaftlich auf die Zukunft auszurichten sind. Daneben wird es kurzfristig, sowie mittel- und langfristig in bestimmten Versorgungsgebieten zu Veränderungen kommen. Hier sei als Beispiel das Versorgungsgebiet Allstedt mit Anschluss an die Fernwasserversorgung genannt. Für das Versorgungsgebiet Sangerhausen sind Varianten unter Einbeziehung der Fernwasserversorgung der Elbaue-Ostharz GmbH und / oder eigener Ressourcen planungstechnisch und wirtschaftlich anzuarbeiten.

Die Mitglieder der Verbandsversammlung haben einstimmig festgestellt, dass der stabilen, der Trinkwasserverordnung entsprechenden Versorgung der Bevölkerung im Verbandsgebiet ein hoher Stellenwert beizumessen ist und die Investitionstätigkeit auf eine zukunftsorientierte Trinkwasserversorgung auszurichten ist.